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Über uns

Zahlreiche Organisationen setzen sich für die Rechte von Autor/innen auf unterschiedlichen Ebenen ein. Die inhaltlichen Schwerpunkte dieser Organisationen sind jeweils spezifisch und an anderen Punkten überschneiden sie sich. Immer geht es auch darum, dass sich Autor/innen über einen Zusammenschluss gegenseitig informieren und gemeinsam Forderungen durchsetzen. Die Writers Guild of Europe ist ein weiteres Glied in der Kette dieser Organisationen. Wir wollen durch unsere Interessengemeinschaft dem geistigen Diebstahl mehr Einhalt gebieten, indem wir auch die öffentliche Debatte über den geistigen Diebstahl forcieren, z.B. das Rechts- bzw. Unrechtsbewusstsein thematisieren und an dessen Veränderung mitwirken. Im Falle eines Plagiats will die Writers Guild of Europe Autor/innen bestärken, den Rechtsweg zu beschreiten. 

In Zusammenarbeit mit Autor/innen und anderen Organisationen wollen wir für die Stärkung und Absicherung der Arbeit von Autor/innen Sorge tragen. 

Das Urheberrecht ist ein Gebiet im Dschungel der Gesetze, in dem eigene Regeln gelten und das mit anderen Gesetzen korrespondiert. Wir möchten kurz erläutern, welchen Schutz die Registratur bei der Writers Guild of Europe bietet: 

Die erste zu nehmende Hürde, ist die von einer Idee, die nicht urheberrechtlich geschützt ist, hin zu einer geistigen Schöpfung, die den Schutz des Gesetzes in Anspruch nehmen kann. Wichtig ist hierbei die Originalität. Gemeingut lässt sich nicht schützen. Je weiter ausgearbeitet eine Idee ist, um so wahrscheinlicher ist es, dass es sich um ein Werk handelt, das nach dem Urheberrechtsgesetz geschützt ist. Es kommt also darauf an, eine Idee zu konkretisieren, Details zu benennen. Vor Gericht gelangen immer wieder Streitfälle darüber, ob eine Idee, ein Konzept ausreichend originär ist, um ein Werk im Sinne des § 2 Urheberrecht zu sein oder nicht. Diese Frage lässt sich also im Zweifelsfall nicht oder zumindest nicht leicht beantworten. 

Die Writers Guild of Europe kann bei einer solchen Frage deshalb auch nur auf den § 2 des Urheberrechtsgesetzes hinweisen. Eine Überprüfung, ob der Inhalt eines Konzepts im Sinne des Urheberrechts geschützt ist, ist nicht Aufgabe der Writers Guild of Europe. Im Gegenteil: Die Arbeiten, die bei der Writers Guild of Europe eingehen, werden ohne Ansicht nach dem angegebenen Titel und Namen registriert. 

Eine weitere Hürde ist im Streitfall über die Urheberschaft eines schöpferischen Werks die Beweisführung. Dieser Punkt wird mit dem § 10 des Urheberrechtsgesetzes geregelt. Danach ist eine Autor/in, deren Name im Falle einer Veröffentlichung, aber auch in der Vorphase einer Veröffentlichung als Urheber genannt ist, solange dazu berechtigt, bis das Gegenteil bewiesen ist. Denn beweispflichtig ist, wer die Urheberschaft anficht und sie für sich selbst beansprucht. 

Hier wäre die Hinterlegung eines Manuskripts der Literatur, Wissenschaft und Kunst von Bedeutung. Der Autor/in kann durch die Registratur beweisen, dass dieses Werk zum Zeitpunkt der Hinterlegung von Autor/in erarbeitet wurde. Der Zeitpunkt der Fertigstellung eines Werks spielt bei der Beweisführung eine wichtige Rolle. Es gilt also zu beweisen, eine ausgearbeitete Idee zuerst entwickelt zu haben. In einem Kommentar zum Urheberrechtsgesetz wird hierzu bemerkt: "Die bisher vielfach geübte Praxis, Manuskripte und Noten oder Tonbänder zum Nachweise der Priorität bei einem Notar zu hinterlegen, behält demnach in Zukunft ihren Sinn." (Urheberrecht, Kommentar zum Urheberrechtsgesetz und zum Urheberrechtswahrnehmungsgesetz, Nordemann, Vinck, Hertin, Stuttgart 1994, S. 123). 

Die Kosten für eine Hinterlegung bei einem Rechtsanwalt oder Notar bemessen sich jedoch an dem veranschlagten Streitwert und sind deshalb hoch. Die Writers Guild of Europe hat zwar nicht die rechtliche Stellung eines Notars oder eines Rechtsanwalts, aber die Neutralität und Unabhängigkeit. Die Writers Guild of Europe gewährleistet ihre rechtliche Zeugnisfähigkeit. Die WGG Writers Guild of Europe wurde als WGG Writers Guild in Europe als Verein zur Anmeldung gebracht und im Oktober 2002 als WGG Writers Guild of Europe in eine Gesellschaftsform umgewandelt. Als Interessengemeinschaft wollen wir denjenigen, die geistigen Diebstahl begehen, deutlich machen, dass sie es mit vielen Autor/innen zu tun haben, die sich ihre Arbeit nicht stehlen lassen wollen.